Ihre Therapie

Das Gehtraining ist ein unverzichtbarer Teil Ihres Rehabilitationsprozesses. Hierbei lernen Sie unter intensiver Betreuung unserer Therapeuten, wie Sie mit Ihrer Prothese bei geringem Energieaufwand möglichst natürlich gehen können. Frühes Gehtraining in unserer Gehschule stellt sicher, dass Sie die Bewegungsabläufe von Anfang an richtig erlernen.

Inhalte der Gehschule

  • Während des Gehschulprogramms baut der Patient immer mehr Vertrauen zu sich und seiner Prothese auf. Die Gehhilfen werden immer weiter abgebaut und die Gangschulung wird immer spezieller auf die Passteilkonstruktion abgestimmt.

  • Hier ist auch die enge Zusammenarbeit mit dem Orthopädie-Techniker unverzichtbar, denn er kann mit gezielten Veränderungen der Schwung- und Standphasensteuerung, der Statik oder des Schaftes wesentlich das Gangbild und das Vertrauen des Patienten zur Prothese beeinflussen. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit braucht eine partnerschaftliche und harmonische Basis, damit sich der Patient gut aufgehoben fühlt.
  • Wenn unter objektiven Gesichtspunkten eine optimale Prothesenpassform, ein entsprechend gutes Gangbild und Funktionsfähigkeiten erreicht worden sind, bedeutet dies jedoch noch lange nicht, dass die Gehschule erfolgreich abgeschlossen ist.

  • Die Gehschule hat sich erst dann gelohnt und ihren Sinn erfüllt, wenn der Patient das Gefühl hat, dass er zuhause zurechtkommt und er (oder sie) wieder Freude an der Bewegung und den eigenen Mut zum Vorwärtsgehen - im wahrsten Sinne des Wortes - hat.

Das Team von Lettsfit begleitet sie auf dem Weg hin zu Ihren persönlichen Zielen und dem damit verbundenen Mobilitätsgrad. Mit Hilfe der Einteilung in Mobilitätsgrade, können wir eine auf den Patienten abgestimmte Therapie durchführen. So kann sich unser Physiotherapeut bei der Therapie genau an den Bedürfnissen des Patienten orientieren.

Ihre Therapie je nach Mobilitätsgrad

Der Mobilitätsgrad richtet sich unter anderem nach

  • Der körperlichen Konstitution
  • Dem Alter
  • Dem Körpergewicht
  • Der Amputationshöhe
  • Dem Freizeitverhalten
  • Dem Lebensumfeld

Dabei wird in Mobilitätsgrade unterteilt, welche aufeinander aufbauen:

Mobilitätsgrad 0 / Sie sind noch nicht gehfähig.

Behandlung:

  • Lymphdrainage zur Stumpfabschwellung
  • Kräftigung und Dehnung der Muskulatur
  • Stumpfbehandlung und Wickelung
  • Narben- und Kontrakturprophylaxe
  • Erlernen der Stumpf und Prothesenpflege
  • Schmerzbehandlung (zb. Phantomschmerzen)
  • Transfertraining ohne Prothese
Mobilitätsgrad 1 / Sie sind Innenbereichsgeher

Behandlung:

  • Anziehen der Prothese
  • Grundfunktionen kennenlernen
  • Übungsprogramm
  • Gangschule mit Prothese auf ebenem Untergrund
  • Transfertraining mit Prothese
  • Hilfsmittelanpassung
Mobilitätsgrad 2 / Sie sind eingeschränkter Außenbereichsgeher

Behandlung:

  • Kleine Hindernisse überwinden
  • Gehgeschwindigkeit erhöhen
  • Gehstrecke erweitern
  • Treppentraining und Terraintraining
  • Hilfsmittelabbau
Mobilitätsgrad 3 / Sie sind uneingeschränkter Außenbereichsgeher

Behandlung:

  • Gehgeschwindigkeit variabel
  • Gang auf wechselndem Terrain
  • Berufsbezogenes Training
Mobilitätsgrad 4 / Uneingeschränkter Außenbereichsgeher mit besonders hohen Ansprüchen

Behandlung:

  • Höchste Beanspruchung
  • Sportfähigkeit